Yannick Hanfmann: "Gegen Nadal war es brutal"

"Das war doch klar, der Otte bekommt als Lucky Loser den Jaziri und ich muss erste Runde gegen Nadal ran" sagte Yannick Hanfmann mit einem Augenzwinkern als er mit Turnierdirektor Heiko Hampl jüngst telefonierte. Auf dessen Frage, wie es sich denn so gegen Nadal spiele, antworte der gebürtige Karlsruher: "Es war brutal, der Spin und seine Power sind wirklich unglaublich." Während des Telefonats spielte gerade zeitgleich Yannick Maden gegen Rafa in der zweiten Runde. "Ich sah im Fernsehen wahrscheinlich nicht so gut aus gegen Rafa, weil ich versucht habe sehr aggressiv zu spielen. Aber leider war mein Spiel an diesem Tag etwas zu fehlerhaft. Eine tolle Erfahrung war es trotzdem".
Auf Nadal wird Hanfmann in Ludwigshafen nicht treffen können, das ist doch schon mal eine frohe Kunde. Wie alle gemeldeten Spieler wird er zunächst sein Glück in der Quali von Wimbledon suchen. Bei den French Open hat er bewiesen, dass er Quali kann. Drei Siege über Lestienne, Ofner und Rosol brachten ihm das Match auf Court Philippe-Chatrier. Nach einer langen Verletzungspause muss sich Yannick wieder nach oben spielen. Vergangenes Jahr schaffte er nämlich den Sprung in die TOP 100.
Heiko Hampl ist zwiegespalten was er Yannick wünschen soll und sagt: "Er soll auf jeden Fall gesund bleiben, denn das ist in einem Sport ohne finanzielle Absicherung im Krankheitsfall oberstes Gebot. Wenn er die Wimbledon Quali rockt, dann ist es schade für uns, aber dann soll er wenigstens Jaziri im Hauptfeld zugelost bekommen und nicht Federer. Wir hätten ihn aber gerne hier, denn da wäre ja ein Derby gegen ein Spieler aus Ludwigshafen oder Mannheim möglich und das hat doch auch seinen Reiz".

ATP Profil:
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